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Bergbau und Huettenwesen
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  Erzbergbau Siegerland


Erzbergbau Siegerland AG, Betzdorf (Sieg)

Die Kruppsche Bergverwaltung begann im Sieg-Lahn-Gebiet 1864 mit der Gründung der Bergverwaltung Weilburg. Es folgten 1865 die Gründung der Bergverwaltung Sayn nach dem Ankauf der fiskalischen Sayner Hütte mit ihrem Erzbesitz und 1872 die der Bergverwaltung Kirchen nach Ankauf der Gruben Bindeweide, Eupel und Füsseberg. Die Bergverwaltungen Sayn und Kirchen wurden 1907 zur Bergverwaltung Betzdorf zusammengefasst.

1923 gründete Krupp unter dem Eindruck der Ruhrbesetzung die Sieg-Lahn Bergbau-Gesellschaft mbH mit Sitz in Gießen, doch blieb die Bergverwaltung in Betzdorf weiter bestehen, wo Bergassessor a. D. Dr. Erich Böhne die Geschäftsführung innehatte.
Im Zuge der Neuordnung des deutschen Eisenerzbergbaus nach dem Gesetz Nr. 27 der Alliierten Hohen Kommission wurde am 18. März 1953 die Erzbergbau Siegerland AG, Betzdorf, gegründet. In dieser Gesellschaft war der Siegerländer Eisenerzbergbau zusammengefasst, der sich im Besitz einzelner, meist rheinisch-westfälischer Großunternehmen - so auch von Krupp (Sieg-Lahn Bergbau-Gesellschaft) - befand.

Für den Zeitraum von 1906 bis 1939 sind die zentral in Betzdorf angelegten Monatsberichte über den Betrieb der Gruben nahezu lückenlos erhalten. Geologische und wirtschaftliche Beschreibungen der Grubenfelder und Gruben sowie zahlreiche Betriebspläne und Betriebsberichte erhellen die wirtschaftlichen Chancen, aber dann im zunehmenden Maße die wachsenden Schwierigkeiten dieses Wirtschaftsraumes, seine verkehrs- und wirtschaftsgeographischen Nachteile und die technischen Schwierigkeiten des Bergbaubetriebes. Die Akten geben Aufschluss über Versuchsarbeiten und Prospektionen wie über Rationalisierungen und Stilllegungen. 1968 übernahm das Bergbau-Museum in Bochum von der Erzbergbau Siegerland GmbH den vorliegenden Bestand für das in Gründung befindliche Bergbau-Archiv.